TEXT ZU DEN BESONDEREN EVENTS UND SONSTIGES

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EVENTS UND BESONDERE AKTIONEN

Ein Reisebericht von JUMA-Teilnehmer Hakan Ilhan

Auf Einladung des US-State Departments sind wir als Vertreter des JUMA-Projekts vom 09.10.2012 bis zum 17.10.2012 in die USA geflogen. Die Reise fand im Rahmen des International Visitors Leadership Program statt. Inhaltlich ging es um Religious and Ethnic Diversity.

Unsere Reisegruppe bestand aus insgesamt 10 Personen, davon 7 Muslime, ein Christ, eine Jüdin und eine Bahaí. Alle Mitglieder waren zwischen 18 und 30 Jahre alt und wurden von den Verantwortlichen des JUMA-Projektes ausgewählt, wobei bestimmte Auswahlkriterien berücksichtigt werden mussten.

Unsere Reise führte uns in die Städte New York und Detroit für jeweils 4 Tage. Die Ziele wurden vom US State Department bestimmt und sollten einen möglichst breiten Eindruck über die religiöse und ethnische Vielfalt der Vereinigten Staaten bieten.

Wir wurden während dieser Reise von zwei ELOs (English Language Officer) begleitet, welche uns zu unseren vielfältigen Terminen begleitet haben und uns unterstützend zur Seite standen.

Die vielfältigen Erfahrungen und Charaktere, die wir auf dieser Reise kennenlernen durften, würden mehrere Seiten füllen. Jedoch waren einige Treffen von so besonderer Art, dass sie hier eine Nennung finden sollen.

Während unseres Aufenthaltes in New York konnten wir Bekanntschaft machen mit Frau Daisy Khan vom ASMA-Institute. Die American Society for Muslim Advancement (ASMA) ist eine der größten Verbindungen von Muslimen in den Vereinigten Staaten und engagiert sich stark im interreligiösen Dialog. Außerdem wurden mehrere Projekte von ASMA angestoßen, unter anderem die Women Islamic Initiative in Spirituality and Equality (WISE), welche es sich zum Ziel gesetzt hat, die Stimme der Frauen in religiösen Belangen zu stärken.

Ein weiteres prägendes Erlebnis in New York war das Meeting mit Rabbi Justus Baird vom Auburn Institute. Das Auburn Institute ist eine ehemalige Kirche und ein Zentrum des interreligiösen Dialogs in der Stadt. Es wird eine starke mediale Präsenz angestrebt und Personen werden gezielt auf Pressetreffen vorbereitet.

Die Vizepräsidenten-Debatte ließen wir uns natürlich auch nicht entgehen und konnten sie in einer sehr Demokraten-lastigen Location ansehen. Wie alle Umstehenden auch ließen wir uns dabei vom provokanten Lächeln von Joe Biden mitreißen.

Detroit stand in starkem Kontrast zu unseren Erlebnissen in New York. Einst eine sehr wohlhabende Stadt, teilte die Stadt dasselbe Schicksal wie die Industrie, die hauptsächlich dort angesiedelt ist: Die Automobilindustrie. Dennoch ließen wir es uns nicht nehmen, einige interessante Charaktere kennenzulernen. Zweimal wurden wir sogar als Gruppe nach Hause eingeladen, wobei eines der Treffen vom U.S. Department organisiert wurde, das andere jedoch eher eine zufällige Begegnung gewesen ist.

In Erinnerung geblieben sind uns die Green Garage, ein Shared-Office im Zentrum von Detroit mit einer Vielzahl sozialer Unternehmen und unser letztes Treffen mit einer lokalen Jugendgruppe. Gerade dieses letzte Treffen ermöglichte uns einen weitreichenden Einblick in die Kultur Detroits, wir durften sie hautnah miterleben.

Zu den einzelnen Stationen der Reise wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Reisberichte verfasst, die wir in Kürze hier veröffentlichen werden.

 

Wir können wieder  einmal richtig stolz auf uns sein! Am Samstag, 26. November 2011 bekam unser Projekt den 1. Preis des Wettbewerbs „Respekt gewinnt!“ Das freut uns sehr. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird jedes Jahr von der Initiative „Berliner Ratschlag für Demokratie“ vergeben. Die Preisverleihung fand statt im Berliner Olympiastadion, vor dem Anpfiff des Spiels Hertha BSC Berlin gegen Bayer 04 Leverkusen. Geehrt wurden die Preisträgerinnen und Preisträger von Hertha-Präsident Werner Gegenbauer und Michael Preetz, der nicht nur Hertha-Manager ist, sondern auch Mitglied im Berliner Ratschlag für Demokratie. Weitere Gratulanten waren TV-Moderator Mitri Sirin, der Integrationsbeauftragte Günther Piening und unser Schirmherr Innensenator Ehrhart Körting (SPD).
JUMA war mit einer großen, glücklichen Gruppe zu Gast bei Hertha und erlebte neben der ganz besonderen Preisverleihung auch noch beste Bundesliga-Unterhaltung mit reichlich Toren: das Spiel endete mit 3:3 unentschieden. Weitere Infos und Fotos findet ihr auf der Website des Berliner Ratschlags für Demokratie.

Ein schöner Anlass: Am 17. März 2012 fand im Berliner Abgeordnetenhaus die „1 Jahr JUMA“-Feier statt. Hinter uns lagen zwölf sehr aktive Monate und etliche Projekte, wie zum Beispiel Open Space, Common Future-Turm, Gesprächsrunden mit Politikern und Wissenschaftlern, Besuche des Bundestages, Aktionen zu Themen wie Umwelt und Wahlen, Workshops, gemeinsames Iftar. JUMA hat viele Ideen umgesetzt und gezeigt, dass muslimische Jugendliche mitreden und etwas bewegen wollen – und dass sie das können.

Moderiert von Ufuk Topkara tauschten sich zu Beginn der Festveranstaltung die aktiven JUMA-Teilnehmer/innen darüber aus, wie es mit JUMA weitergehen soll, welche Wünsche und Bedürfnisse es noch gibt.

Begrüßt wurden die Jugendlichen dann von CDU-Politiker Burkard Dregger, der spontan einige sehr lobende Worte an die JUMAs richtete. Er selbst hatte uns im letzten Jahr in einem Gespräch kennengelernt, in dem es vor allem um die Frage ging: „Ist der Islam ein Teil von Deutschland?“

Es folgte eine hoch interessante Podiumsdiskussion, in der sich fünf JUMAs und JUGAs den kritischen Fragen der Tagesspiegel-Redakteurin Claudia Keller stellten, ob und was genau JUMA eigentlich gebracht hat.

Zum Auflockern gab es ein passendes Unterhaltungsprogramm: I’Slam traten auf (Hier der Mitschnitt), und für Musik sorgte die die Gruppe „al-sultana“.

Nach diesem Programmpunkt ging es weiter mit einem Impulsreferat von Andy Abbas Schulz vom Verein für Integration und Jugendhilfe „Lichtjugend“ e. V. (hier im Video Teil 1 und Teil 2), der über die religiöse Verantwortung der JUMAs sprach, das im Rahmen des Projekts erworbene Wissen und gebotenen Chancen auch an andere weiterzugeben (Hier der Mitschnitt, Teil 1 und Teil 2).

Anschließend wurde das bisher Gehörte in Arbeitsgruppen weiterdiskutiert und vertieft. Hier wurden viele interessante Anregungen gesammelt, die in die weitere Gestaltung des Projekts einfließen werden. Dazu bald mehr.

Im zweiten Teil wurde das bisher Erreichte mit den JUMAs und JUGAs, ihren Familien, Freunden, Verbandsvertretern, Interessierten und Unterstützern von JUMA & JUGA, gebührend gefeiert.

Die Gäste sahen den neuen JUMA-Clip, und einem besonders engagierten JUMA-Teilnehmer wurde ein Originaltriot von Hertha BSC mit JUMA Schriftzug überreicht. Mit dem Trikot war das Projekt im vergangenen Jahr im Rahmen des Berliner Wettbewerbs „Respekt gewinnt“ ausgezeichnet worden.

Beim abschließenden Buffet wurden neue Kontakte vertieft, es wurde weiter lebhaft diskutiert, und viele neue Pläne und Ideen entstanden. Ganz zum Schluss gab es noch einige Worte von den Organisatoren, die ihren Stolz und ihre Freude über alles bisher Erreichte und Erlebte zum Ausdruck brachte.

Zwei Mannschaften – ein selbst ernannter Kapitän – ein Ziel

Montag – 20.05.2013 – Uhrzeit: frühmorgens, erzählt vom JUMA-Teilnehmer Sercan

Die Fußball- und Volleyballmannschaft von JUMA nimmt Kurs auf den 7. Müsiad Cup, einem Familien-, aber viel mehr einem Sportfest, organisiert vom Jugendverband des Vereins unabhängiger Industrieller und Unternehmer „Young Müsiad“, welcher im Poststadion Berlin stattfindet.

JUMA ist aber mehr! Deswegen stellen die jungen Aktiven von 12 bis 18 Uhr einen Stand, an dem sie über ihr Projekt informieren, neue Herzen gewinnen und begeistern möchten.

Die jumaische Fußballmannschaft

Anpfiff! Die Jungs der Fußballmannschaft, bestehend aus etwa vier Aktiv- und weiteren Hobby-JUMAnern, stehen auf dem Feld und müssen sich zunächst gegen die Mannschaft des Ing. Büros Karakaya behaupten – leider vergeblich. Sie verlieren eins zu null, „aber nur durch ein Glückstor“, so der selbsternannte Kapitän der Mannschaft Faiz (obere Reihe – mittig), der zu diesem Zeitpunkt als Torwart fungierte.

Das zweite Spiel war schwierig. „Papatyam Coiffeur“, Titelverteidiger vom letzten Jahr, gewann gegen das JUMA-Team deutlich und verdient. Eine Ausrede für dieses Spiel hatte der selbsternannte Kapitän diesmal nicht parat. Als neutraler Beobachter fiel mir aber auf, dass das gegnerische Team eingespielt war, die JUMAner hingegen spielten zum ersten Mal zusammen – das war im Übrigen auch unschwer zu erkennen, selbst für den, der nicht viel versteht vom Fußball.

Auch das letzte Spiel ging für die JUMAner unglücklich aus und bedeutete damit das Turnieraus. Das gegnerische Team mit dem irreführenden Namen „Medicus Pflegedienst“ gewann mit einem zwei zu null. Natürlich folgte auch hier eine passende Ausrede, die diesmal allerdings Elemente der Wahrheit enthielt: „Wir hatten viel mehr Chancen, konnten diese aber nicht verwerten. Außerdem hatten wir keinen richtigen Torwart.“ Letzteres hätte man sogar dick unterstreichen können, denn die kleinen Auseinandersetzungen um die Positionen innerhalb der Mannschaft waren auch vom Spielfeldrand nicht zu übersehen.

Abdurrahim und Profi-Cheerleader Arman

Das Volleyballteam der Frauen hatte auch nicht besonders viel Glück. Sie verloren ebenfalls alle Spiele und mussten sich dementsprechend sehr früh vom Turnier verabschieden. Schade, aber auch hier war das abzusehen. Das Team spielte nämlich zum ersten Mal zusammen und war somit bei weitem nicht so gut eingespielt wie die gegnerischen Mannschaften. Vielleicht, so die Hoffnung, haben die JUMAner jetzt dazu gelernt und trainieren das nächste Mal, bevor sie laute Töne von sich geben und sich auf das Spielfeld wagen.

JUMAner beim Üben einer Gewinnerpose für den nächsten Müsiad Cup

Aber noch mal zurück zum JUMA-Stand und endlich weg von dem sportlichen Erfolg unserer Mannschaften – Hier halfen so einige der jungen Aktiven tatkräftig mit, darunter auch Arman, „der professionelle Stimmungsmacher und Cheerleader“, wie er sich selbst bezeichnet, konnte zusammen mit anderen JUMAnern Interessierte aufklären und viele von ihnen für ein Foto vor unserer menschengroßen „Code of Ethics“-Leinwand begeistern. Selbst das Gewinnerteam des Fußballturniers, erneut „Papatyam Coiffeur“, konnten wir erfolgreich zu einem Foto zwing.. überreden!

Auch wenn wir also nicht die sportlichen Gewinner waren, so wurden wir doch wenigstens zu den Gewinnern der Herzen. Dafür durften wir dann immerhin kurz mit dem Pokal posieren. Auf ein erfolgreiches nächstes Mal!

Bericht einer JUMA-Teilnehmerin:

Eröffnet wurde die Fachkonferenz zum Thema „‘Islamismus‘: Perspektiven – Positionen – Prävention“ organisiert von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) am 22.11.2011 von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Dr. Kristina Schröder. In ihrer Rede am Mittag des langen Konferenztages stellte die Bundesministerin zunächst die von ihrem Ministerium geförderte Studie der KAS „Jugendliche und Islamismus in Deutschland“ vor und betonte, dass Bildung und gute Deutschkenntnisse wichtige Voraussetzungen seien bei der Prävention einer Radikalisierung junger Muslime. Eine Zusammenfassung und ein Mitschnitt der Rede finden sich auf der Internetseite der KAS (http://www.kas.de/wf/de/33.29483/).

Neben einigen nicht sonderlich neutralen Aussagen der Studie ist es doch auch gut, dass sie zeigt, dass muslimische Jugendliche mehr Anerkennung in der Gesellschaft suchen, weil sie häufig auch mit Diskriminierung im Alltag konfrontiert sind. Dass Islamismus in Deutschland nicht mehr oder weniger gefährlich ist als jegliche Form extremistischer Bewegungen und der Fokus auch auf andere extremistische Gefahren wie wachsende Muslimfeindlichkeit oder nationalsozialistische Bewegungen gelegt werden muss, zeigen aktuelle Ereignisse deutlich.

Die folgenden Redner und Podien beschäftigten sich anschließend mit der Ursachenforschung und Präventionsstrategien bei der Radikalisierung von (muslimischen) Jugendlichen.

Sowohl im familiären als auch gesamtgesellschaftlichen Kontext sei die Frage der Identität und Identitätsfindung jugendlicher Muslime von großer Bedeutung. Sich selbst zu definieren, sei für junge Muslime in Deutschland nicht immer leicht, wir bei JUMA sind aber der Beweis dafür, dass sich viele Identitäten oder Eigenschaften wie Muslim, Schüler oder Berliner vereinen lassen. Interessant und wichtig war die Aussage, man müsse auch auf dem Gebiet der Antidiskriminierungsarbeit noch viel mehr für das Empowering muslimischer Jugendlicher tun, um eine größere gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen und Diskriminierung zu vermindern.

Schließlich sprach das letzte Podium am späten Nachmittag, an dem unsere Projektleiterin Asia Afaneh-Zureiki ebenfalls teilnahm, über konkrete Projekte mit muslimischen Jugendlichen, die im Bereich der Prävention von Radikalisierung tätig sind. Dabei wurden besonders die Möglichkeiten und Grenzen von politischer Bildung und interreligiösem Dialog herausgestellt.

Vor allem Asia und der Sprecher des Rates muslimischer Studierender und Akademiker (RAMSA), Bacem Dziri, lieferten konkrete Beispiele von Projekten wie unserem JUMA-Projekt oder muslimischen Hochschulgruppen. Sie stellte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit und der Einbindung von gerade jungen Muslimen in den Dialog untereinander und mit der Gesellschaft heraus. Asia berichtete von wichtigen Aspekten des JUMA-Projektes wie der Kooperation mit Moscheevereinen oder der Religiosität der jungen Muslime, in der sie ihr politisches Engagement begründet sehen. Viele der JUMA-Teilnehmer sind ehrenamtlich aktiv in ihren Moscheen oder haben die Hilfe von Imamen und Gemeinden bei Projekten nutzen können. Was JUMA und den Beitrag von Asia von den anderen unterschied, war ebenfalls der Zusammenhang zwischen der bewussten religiösen Identität der JUMA-Teilnehmer und ihrem Engagement. Aus dem Islam wächst für die JUMAs auch eine Verpflichtung für politische und gesellschaftliche Verantwortung.

Sie nannte allerdings auch einen wichtigen Punkt, der innerhalb der Konferenz einige Male angesprochen wurde, allerdings trotzdem etwas unterging. Die vorgestellten Studien beziehen sich meist auf einige wenige Schulen in „bildungsbenachteiligten“ Bezirken und seien so sicher nicht repräsentativ, da es, wie Asia herausstellte, keine Studie gäbe, die beweise, dass muslimische Jugendliche extremistischer seien als andere. Es könne nur durch gemeinsame Arbeit zu einem gemeinsamen Austausch kommen, für den muslimische Jugendliche wie z.B. im JUMA-Projekt überaus bereit und gewillt sind, sodass unter anderem auch Präventionsarbeit gegen Radikalisierung geleistet werden könne.

Mitten im Leben- JUMA auf der FES-Konferenz- Muslimische Jugendkulturen in Deutschland

Am 30. Januar 2013 stand auch die Konferenz der Friedrich-Ebert Stiftung unter diesem Motto. Jugendinitiativen muslimischen Glaubens mischen auch in der kulturellen Landschaft Deutschlands mit und haben sich auf der Konferenz sichtbar gemacht.

JUMA war Kooperationspartner der Konferenz und dementsprechend stark vertreten. Auch i,Slam und dem Zahnräder-Netzwerk waren am Bord. Wie vielfältig die Landschaft der Jugendkulturen innerhalb der muslimischen Community ist, wurde am 30. Januar 2013 in der Friedrich Ebert Stiftung deutlich. Aber wie „muslimisch“ sind diese Jugendkulturen eigentlich? Wie viel Wert legen sie selber auf „islamische Werte“? Wie groß ist die Gefahr der Radikalisierung tatsächlich? Wies stark ist die salafistische Szene? Wo organisieren sie sich junge Muslime und vor allem: womit beschäftigen sich Jugendliche muslimischen Glaubens überhaupt? Fragen, die bereits zu Beginn der Konferenz aufgeworfen und auch auf der Podiumsdiskussion besprochen wurden. Den Platz für das JUMA-Projekt auf der belebten Podiumsdiskussion zu den Themen muslimisches Engagement im kulturellen Bereich und Radikalisierung und Re-islamisierung der muslimischen Jugend nahm die JUMA-Teilnehmerin Kübra Özermis ein. Hierbei wurde deutlich, dass die muslimischen Jugendkulturen eben nicht von einer Gruppe oder Strömung primär dominiert werden, sondern vielfältig orientiert sind. Stets wurde der Zusammenhang von Engagement und Identität betont. Doch darauf folgte schon die nächste Frage: Was ist überhaupt Identität? Und kann man davon auch gleich mehrere haben? Diese komplexe Frage musste jeder für sich beantworten, denn auch die Praxis sollte noch zu Wort kommen.

Eine Auswahl an Jugendinitiativen wurde dann auch vorgestellt und interviewt, wobei JUMA von Cemal Aydin vertreten wurde. Mit dabei waren aber auch die JUMAner Youssef Adlah und Younes Al-Amayra, die ihr eigenes erfolgreiches Projekt i,Slam vorstellten. Hierbei stellte man fest, dass nicht nur die Diskussion um Jugendkulturen kompliziert sein kann, sondern auch die Umsetzung. Die Teilnehmer erklärten jeweils die doch unterschiedlichen Strukturen ihrer Projekte und berichteten von ihrem bisherigen Erfolg. JUMA stieß auf sehr positive Resonanz und wurde auch nach den Vorträgen von interessierten Teilnehmern angesprochen.

Nach den Wortbeiträgen und Diskussionen tauschten sich die Teilnehmer der Konferenz im World Café miteinander aus. Eines der adressierten Themen wurde von Sawsan Chebli moderiert, die auch das JUMA-Projekt entwickelt hat. Neben dem Austausch über Rassismus und die mediale Darstellung von Muslimen konnte man sich auf subjektiver Ebene mit Teilnehmern austauschen, die noch nicht zu Wort gekommen waren und ihren Eindruck zu dem Thema Engagement von Muslimen erfragen.

Quintessenz der Veranstaltung war: Muslimische Jugendkultur leistet einen immensen Beitrag für unsere Gesellschaft und muss mehr geschätzt und sichtbar gemacht werden. Es wurde jedoch auch betont, dass sehr viele Muslime auch ihren Platz in Projekten, Parteien und Organisationen finden, die nicht unbedingt „muslimisch“ sind. Beides ist unentbehrlich für ein gemeinsames Miteinander und den Zusammenhalt in einer Gesellschaft.

150 Jugendliche kamen zum JUMA-Iftar (Fastenbrechen) am 22. August 2011. Die Themengruppe „Innerislamischer Dialog“ organisierte den schönen Abend. Bei dem Orga-Team überraschte es nicht, dass sie sich etwas Besonderes ausgedacht haben. Ihr Ziel war natürlich, dass sich die verschiedenen Gäste besser kennen lernen. Jede/r Teilnehmer/in zog bei der Anmeldung eine Nummer und wurde dann einen 6er- oder 8er-Tisch zugeordnet. Zwar mussten sie sich auf diese Weise von ihren Freunden fürs Erste trennen, konnten aber die Bekanntschaft mit neuen Jugendlichen am Tisch machen.

Zu Beginn des Programms begrüßten Projektleiterin Asia Afaneh-Zureiki und RAA-Geschäftsführerin Britta Kollberg die Gäste. Ein Höhepunkt des Abends waren die selbstgeschriebenen Gedichte von JUMA-Teilnehmer Youssef A.

Auch Schirmherr Dr. Ehrhart Körting besuchte wieder einmal das Projekt und fand ein paar nette Worte für die Jugendlichen. Schließlich bot das Programm noch ein Quiz. Und da mussten die Jugendlichen beweisen, wie gut sie sich mittlerweile als Team zusammengefunden haben, denn sie traten gegeneinander an.

Um 20:22 Uhr wurde dann mit dem Adhan gleichzeitig das Fasten gebrochen und das Buffet eröffnet.

Kommentare der Gäste

„das war heute ein super Abend. Dankeschön an alle die an der Organisation beteiligt waren und uns diesen wundervollen Abend ermöglicht haben =) “
JUMA-Teilnehmer

„Ich wollte mich noch mal sehr herzlich bedanken, dass ich an so einem tollen Projekt [JUGA] teilnehmen durfte. Ich habe wirklich viel gelernt und die Erfahrungen, die ich hier gemacht habe sind wirklich unbezahlbar, nicht zuletzt wegen dem wundervolle Iftar am Montag Abend“
Nura Detweiler, Büro für Außenbeziehungen des Nationalen Geistigen Rates der Bahá’í in Deutschland, Berliner Vertretung

„Ich wollte unbedingt nochmal sagen, dass ich das Iftar gestern richtig schön fand. Die gesamte Veranstaltung war von vorne bis hinten gelungen und meine Tischnachbarn waren wunderbare Gesprächspartner.  Das Essen war super lecker und ich empfehle den Caterer sehr gerne weitere. Gratulation zu einer insgesamt sehr gelungenen Veranstaltung!“
Alina Braml. Referentin für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, Büro für Außenbeziehungen des Nationalen Geistigen Rates der Bahá’í in Deutschland, Berliner Vertretung

„Ich habe durchgehend nur sehr gute Rückmeldungen von meinen Jumas erhalten. Mir selber hat es auch sehr gut gefallen.  Also, Lob und Dank an alle Beteiligten.“
Dervis Hizarci, Moderator vom JUMA-Projekt (Themengruppenmoderator: Chancengleichheit)

„Vielen Dank für den wirklich sehr schönen Abend und das unglaublich leckere Essen, das war alles so ein Highlight im Ramadan – mascha’Allah :-)))“
Chalid Durmosch, Moderator vom JUMA-Projekt (Themengruppe: Identität)

„BarakAllahufeekum für den schönen und gelungenen Iftar-Abend Gruppe innerislamischer Dialog […] & die anderen Mitwirkenden! Möge Allah euch dafür reichlich belohnen!“
JUMA-Teilnehmer

„suppeerrrrtollleerrr erfolgreicher Abend gewesen… dannkkeeeee für die Gruppe die das alles auf die Beine gestellt haben und danke an alle anderen die das ermöglicht haben…“
JUMA-Teilnehmer